Mit Hilfe eines Irismikroskops können aus Dichte, Farbe und Mannigfaltigkeit der Zeichen der Regenbogenhaut Anlagen und ererbte Schwächen des Patienten sowie entzündliche Prozesse der Organe erkannt werden.
Der Heidelberger Arzt Lang konnte nachweisen, dass Nervenverbindungen von allen Teilen des Körpers zur Iris bestehen. Diese nervalen Verbindungen bilden die Grundlage dafür, dass im Auge Antworten auf gestörte Organe und Gewebestrukturen zu finden sind.
Die Irisdiagnose kann Aufschluss geben über erworbene Belastungen und genetische Veranlagungen. Sie verweist auf die Schwachstellen des Organismus und lokalisiert die Orte, an denen Toxine, Stress oder wiederkehrende Infektionen den geringsten Widerstand finden und dauerhaften Schaden anrichten.
Bei der Irisdiagnose wird nach dem ersten Gesamtüberblick über Farbe und Struktur die Iris von innen nach aussen untersucht. Durch systematische und vergleichende Betrachtung der Zonen und der darin eingebetteten Organe können regelkreisbedingte Zusammenhänge aufgefunden werden.
Die Irisdiagnose geht davon aus, dass sich in der Iris reflektorisch alle Organe widerspiegeln: Rechtsseitige Organe sind im rechten, linksseitige Organe im linken Auge angeordnet. Innere Organe (z.B. Magen-Darm) sind in Pupillennähe, peripher gelegene Organe mehr am Rand zu finden.
Die Iris- bzw. Augendiagnose wurde bereits im alten Ägypten angewendet. Der ungarische Arzt Ignaz von Peczely (1826-1911) ist der Begründer der abendländischen Irisdiagnose und publizierte 1886 seine erste Iriskarte in den homöopathischen Monatsblättern. Pastor Felke lebte etwa zur selben Zeit und wurde als Pionier der Augendiagnose und Heilkundiger weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. |