Vitamine und Mineralstoffe statt Stabilisator und Co Erster Gesundheitsstammtisch stößt auf große Resonanz / Irene Moser: “Frische Ernährung ist eine lustvolle Alternative“
Von Fritz Gebauer
Hornberg.Mit „Gesundheitsstammtisch“ überschreibt der Landfrauenverein eine Veranstaltungsreihe, die im Gasthof „Krone“ in Unterreichenbach eröffnet wurde und auf Anhieb auf lebhaftes Interesse stieß. Die Zusammenkünfte sind in monatlichen Abständen vorgesehen und werden von der Heilpraktikerin Irene Moser geleitet.
Die Referentin ist bei den Landfrauen von einer Reihe anderer Veranstaltungen als kompetente Ansprechpartnerin bekannt. Maria Staiger, die Vorsitzende des rührigen Landfrauenvereines, hieß die Heilpraktikerin willkommen und stellte an eine große Zahl der Teilnehmerinnen fest, wie ausgeprägt das Interesse doch ist.
Beim ersten der Gesundheits-Stammtischen ging es um Lebensmittel-Zusatzstoffe, um jene „großen Unbekannten“, die in allen industriell gefertigten Nahrungsmitteln enthalten sind und von denen niemand so recht weiß, was sie bedeuten und bewirken. Die wachsende Zahl von Allergikern mache nachdenklich, Pharma- und Lebensmittel-Skandale erschüttern zuweilen das Vertrauen der Verbraucher und schließlich habe bereits vor Jahren die Weltgesundheitsorganisation vor einer globalen Bedrohung durch ernährungsbedingte Krankheiten gewarnt, so die Referentin. Der Sache müsse also erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet werden. „Deine Nahrungsmittel sollen Deine Heilmittel sein und Deine Heilmittel sollen Deine Nahrungsmittel sein.“ – von diesem, dem großen Hippokrates nachgesagten, Prinzip sei man heute gewiss weiter entfernt den je. Und immer mehr gewinne die These an Bedeutung, wonach eine Frau, die ein vollwertiges Essen zubereitet, vermutlich der beste Arzt ihrer Familie ist.
Über 18 Kilo chemischer Zusatzstoffe, so Irene Moser, nehme jeder im Jahresdurchschnitt zu sich. Und tatsächlich seien immer weniger Menschen im Zeitalter des Fastfood in der Lage, ihre Nahrung aus Naturprodukten selbst zuzubereiten. Daran könne auch das schwindende Vertrauen in die industriell verarbeiteten Nahrungsmittel wenig ändern.
Die Lebensmittel-Zusatzstoffe, durch E-Nummern gekennzeichnet, stehen für synthetische Farbstoffe, für Benzoate, Diphenyle, Nitrite, Nitrate, Proprionate, für Zusätze mit Namen, die für den Laien oft unaussprechlich sind. Und nicht wenigen dieser Zusatzstoffe werden krank machende Eigenschaften nachgesagt, von manchen müsse sogar befürchtet werden, dass sie Krebs erregend sind, wie Laborversuche an Tieren belegen.
Da gibt es Antioxydantien und Emulgatoren, Füllstoffe und Geschmacksverstärker, Schmelzsalze und Konservierungsstoffe, Stabilisatoren und Trägerstoffe. Alle werden sie angewendet, um Nahrungsmittel haltbar zu machen, schöner aussehen oder besser schmecken zu lassen. „Eine frische, vitaminreiche und skandalfreie Ernährung ist durchaus eine lustvolle Alternative“, meint Irene Moser. Sie will dem offensichtlich verstärkten Bedürfnis nach zuverlässiger Information mit den Gesundheits-Stammtischen Rechnung tragen. Neben gesunder Ernährung wird auch der Krankheitsprävention einige Aufmerksamkeit gewidmet und monatlich gibt es dazu Tipps für Körper, Geist und Seele. „Eine ausgewogene Ernährung ist von großer Bedeutung“, so Irene Moser, bei den Landfrauen ist sie eine gern gesehene Referentin. |