Starten Sie das Antischnupfen- und Antihustenprogramm
Von Irene Moser
Der Winter bringt uns wieder kalte Nächte, Nebel, Regen und Schnee.Da wird es höchste Zeit unsere Atemwege zu schützen und das Immunsystem zu stärken. Wie Sie Husten, Schnupfen und Heiserkeit vorbeugen oder mit der Naturheilkunde behandeln dazu gibt Heilpraktikerin Irene Moser Empfehlungen.
Nehmen Sie sich für eine Inhalation Zeit, denn die Dämpfe müssen bewusst und entspannt eingeatmet werden. Dazu muss ein Handtuch über ein Gefäß und den Kopf gebreitet werden. Das Wasser sollte nicht zu heiß sein, da es sonst zu einer Gehirnhautreizung kommen kann. Am besten ist es, wenn Sie die Flüssigkeit wallend kochen und dann das Gefäß vom Herd nehmen, drei Minuten warten und erst dann inhalieren.
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G E S U N D H E I T S T I P P S |
Die besten Kräuter für die Inhalation sind Heublumen, Salbei, Myrrhe und Zinnkraut. Für das Heublumendampfbad nimmt man eine Hand voll Heublumen (beim Apotheker lose erhältlich) für ca. 5 LiterWasser. Mit Rühren sollte die Dampfentstehung gefördert werden, um einen optimalen Effekt zu erzielen. Nach einer Inhalation sollten Sie zwei bis drei Stunden nicht ins Freie gehen, denn sonst würden Sie sich erkälten. Am idealsten ist eine Inhalation vor dem Zubettgehen. Die nachfolgende Bettwärme tut den Bronchien sehr gut.
Meerrettich wirkt keimtötend
Zur Aktivierung der Abwehrzellen gegen Erkältungen empfiehlt sich ein Vital-Trunk. Zwei Teelöffel Mineralstoffe (lose in der Apotheke oder Reformhaus erhältlich), eine frisch gepresste Zitrone und ein Teelöffel Imker-Tannenhonig machen Sie fit für den Tag. Zitronen-Extrakt sollte nicht verwendet werden.
Zur Schnupfen- und Bronchitis-Vorbeugung hat sich die frisch geriebene Meerrettichwurzel sehr bewährt. Meerrettich ist keimtötend und desinfizierend und daher gerade bei Erkältungskrankheiten als pflanzliches Antibiotikum ohne Nebenwirkungen sehr wirksam.
Bei den ersten Anzeichen von Kopfdruck, Müdigkeit und Halsschmerzen sollten Sie ein Fußbad nehmen. Stellen Sie beide Beine 15 Minuten in einen Eimer in ein 35 Grad warmes Wasser, dem 1/4 Liter Obstessig beigefügt wurde. Danach soll die Temperatur kontinuierlich auf 42 Grad erhöht werden. Anschließend die Füße nicht abtrocknen sondern dicke Wollsocken anziehen. Während des Fußbades empfiehlt sich das Trinken eines 1/2 Liter Lindenblütentee mit einigen Tropfen Zitronensaft. Danach geht es ab ins Bett zum Schwitzen und Gesundschlafen. Beim Schwitzen wird über die Haut entgiftet, daher sollte der heilsame Schweiß keinesfalls unterbunden werden. Wer dem Wein lieber zuspricht dem ist der wirksame Glühwein zu empfehlen. Denn die gesundheitsfördernde Wirkung des moderaten Weingenusses ist auch hier unbestritten.
Gerade während der Erkältungszeit ist auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr (ca. 2-3 Liter) am besten in Form von Tee zu achten.
Ein uraltes Heilmittel ist die warme Hühnersuppe, zumal Zink eine Super-Waffe gegen Schnupfen ist. Ein altbewährter Schnupfen- und Hustenkiller ist der heiße Hollundersaft (mit einigen Tropfen Zitronensaft versetzt), der schluckweise getrunken werden soll. Hilfreich gegen Husten und Schnupfen ist der Zwiebeltee. Die Zubereitung ist recht einfach. Ein halber Liter Wasser wird mit einer grob geschnittenen Zwiebel ca. 20 Minuten geköchelt. Dann zur Seite stellen und mit 2 Teelöffel Salbei nochmals 10 Minuten ziehen lassen (nicht am Herd). Dann alles abseihen und lauwarm 1 Esslöffel Honig hinzufügen.
Fünfmal täglich Obst und Gemüse essen
Die Klostermedizin empfiehlt eine Schlüsselblumen-Sirup. Dazu wird 1 Liter Wasser mit 5 Esslöffeln Schlüsselblumenkraut und Wurzeln mit 150 g Tannen-Imkerhonig versetzt und20 Minuten gekocht und bei Bedarf 3 Esslöffel dieses Sirups eingenommen.
Essen Sie mindestens fünfmal am Tag frisches Obst oder Gemüse. So werden die nötigen Vitamin-C-Moleküle nachgeliefert, mit denen sich unsere weißen Blutkörperchen für den Kampf gegen Viren, Bakterien und andere „böse“ Mikroorganismen wappnen. Das Fruchtfleisch sollte man auch bei Zitronen und Orangen immer mitessen, die darin enthaltenen Bioflavinoide (Pflanzenschutzstoffe) schützen das Vitamin C vor vorzeitiger Oxidation und machen es damit wirkungsvoller. Aus der heimischen Küche sind Sauerkraut (möglichst roh) und Kartoffeln (möglichst in der Schale gekocht) saisonal erste Wahl als wertvoller Vitaminträger. Durch Spaziergänge, Sauna und Wechselduschen stärken Sie ihre Abwehr und kommen gesund und fit durch die „Erkältungszeit“. |