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Gene bestimmen das Altern nur zu 20 Prozent / Anti-Aging in Eigenregie. Eine positive Einstellung gehört dazu
Von Irene Moser
Freudenstadt (sb). Zum 50-jährigen Bestehen des Naturheilvereins Freudenstadt veröffentlicht der „Schwarzwälder Bote“ eine Serie mit Gesundheitstipps, Zusammengestellt von Mitgliedern des Naturheilvereins. Heute geht es um das Themas „Anti-Aging – für immer jung“.
"Die Krankheit des Alterns besiegt,", "Hormone der ewigen Jugend: DHEA!",oder "Neue Wirkformel in Anti-Faltencreme!", so lauteten Überschriften in der Presse und der Werbung innerhalb der letzten Monate. Die Trends des amerikanischen Jugendkults heißen "Lifestyle-Medizin", "Functional Food" und "Instant Wellness", welche das Altern aufhalten sollen. Ist der Jungbrunnen im 21. Jahrhundert gefunden, den der Maler Lucas Cranach 1546 malte, die schöne neue Welt?
Vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, die immer älter wird, stößt die Studie "Future Health" des Zukunftsinstituts in Kelkheim auf Interesse. Mit dem Fortschritt in der Molekularbiologie werden die Gene entschlüsselt, die am Alterungsprozess beteiligt sind. Nach der Entschlüsselung der Erbanlagen jedes Menschen, wird ein Umbruch im Gesundheitswesen prognostiziert. Eine neue Patienten-Mentalität entsteht. Mit "Anti-Aging-Medizin" werden Arztpraxen zu einer "Wohlfühl-Lounge" und die Apotheke wird zum "Erlebnisshop", so die Ansicht der Prognostiker.
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G E S U N D H E I T S T I P P S |
Lässtsich die biologische Uhr überlisten? Wissenschaftler der Harvard-Universität fanden jüngst als Resümee- innerhalb eines 60 Jahre langen Beobachtungszeitraums - an mehr als 700 Menschen: "Wie ein Mensch wird, steht nicht in seinen Genen."Grundsätzlich gilt, wir sind keineswegs hilflos dem Alterungsprozess ausgeliefert, denn die Gene bestimmen das Altern nur zu 20 Prozent. Fast alle wichtigen Umstände, die das Leben verlängern, lassen sich aktiv gestalten, so lautete die These. Damit wurde eine altbekannte Weisheit bestätigt, dass letztlich jeder Mensch sein Altern selbst mitentscheidet.
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Wie sieht das realistische Anti-Aging in Eigenregie aus?
Grundregeln und Tipps für "Anti-Aging"
- Vollwerternährung:
Nicht die Menge sondern die Qualität einer ausgewogenen Kost entscheidet. Weniger Fett, um den Stoffwechsel nicht zu belasten. Mehr Obst und Gemüse, die freie Radikale unschädlich machen und Ballaststoffe enthalten.
- Mehr Bewegung
Die Folgen von Bewegungsmangel sind dauerhaft schlechte Durchblutung, die zu Gefäßleiden, Cellulitis, Krampfadern führen. Wichtig ist (regel)mässige Bewegung, am Besten moderater Ausdauersport
- Mehr Bewegung
Die Folgen von Bewegungsmangel sind dauerhaft schlechte Durchblutung, die zu Gefäßleiden, Cellulitis, Krampfadern führen. Wichtig ist (regel)mässige Bewegung, am Besten moderater Ausdauersport.
- Weniger Alkohol
Die Wirkungen des zu hohen Alkoholgenusses sind bekannt. Der moderate Weingenuss ist gesundheitsfördernd, wenn der Stoffwechsel gesund ist. Ein Glas Rotwein ist erlaubt.
- Mehr trinken
Der Körper benötigt für seine Funktionen viel Flüssigkeit.
- Nicht mehr rauchen
Die schlechte Durchblutung zeigt sich bei Rauchern in der fahlen und faltigen Haut, ganz abgesehen von den inneren Körperschäden.
- Zu viel Sonne meiden
Die "gesunde" Bräune entschwindet rasch nach exzessiven Sonnenbädern, dafür kommen Falten schneller, vom Krebsrisiko einmal ganz abgesehen. Gleiches gilt auch für das Solarium, wenn es im Übermaß genossen wird.
- Mehr lesen
Bildung istAnti-Aging, stellten die Harvard-Wissenschaftler fest. Nicht das Einkommen, sondern das Bildungsniveau und das Training für den Geist wirkt sich auf den Alterungsprozess aus.
- Stressmanagement
Eine ausgeglichene Arbeitsbelastung zählt zu den besten Prophylaxen.
- Stabile Partnerschaft
Eine positive Lebenseinstellung und eine stabile Partnerschaft sind wesentliche Plus-Faktoren.
- Humor
- Aktiv und neugierig bleiben
Eigeninitiative und die richtige positive Einstellung gehören zum Anti-Aging, damit das Leben nicht nur länger, sondern dassmehr Leben ins Leben kommt. "Alter schützt vor Liebe nicht aber Liebe vor dem Altern", erkannteschon Coco Chanel.
Autorin: Irene Moser |