Hochwertiges Eiweiß und Vitamine / Lebens- und Fruchtbarkeitssymbol / Schwimmtest gibt Auskunft über Frische.
Von Irene Moser
Freudenstadt (sb). Zum 50-jährigen Bestehen des Naturheilvereins Freudenstadt veröffentlicht der „Schwarzwälder Bote“ eine Serie mit Gesundheitstipps. Heute dreht sich alles um das Ei.
Seit jeher ist das Ei ein Lebens- und Fruchtbarkeitssymbol schlechthin, um das sich zahlreiche Mythen, Sagen Sitten und Gebräuche ranken. Ostern ohne bunte Eier kann man sich kaum vorstellen. Schon bei unseren germanischen Vorfahren spielte das Ei während der Frühlingsfeste eine große Rolle. In der christlichen Ikonographie ist das Ei ein Auferstehungssymbol.
Angemalt wurden in Deutschland die Eier erst ab dem 17. Jahrhundert, während es im vorchristlichen Griechenland schon zum Brauchtum zählte.
Eier sollten möglichst frisch gekauft und alsbald verbraucht werden. Frühstückseier sollten mindestens fünf Minuten in sprudelndem Wasser gekocht werden, damit keine Ansteckungsgefahr durch Salmonellen besteht. Spiegeleier sollten deswegen von beiden Seiten angebraten werden und bei Rühreiern ist darauf zu achten, dass keine flüssigen Anteile mehr enthalten sind. Bei Speisen, die aus rohem Ei zubereitet werden (z.B. Mayonnaise, Weinschaumcreme, Tiramisu sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Es sollten nur ganz frische Eier verwendet werden und am besten sollten solche Speisen sofort verzehrt werden.
Im Kühlschrank können sie bei Temperaturen unter 7°C kurzfristig gelagert werden, denn bei solchen Temperaturen vermehren sich Salmonellen praktisch nicht. Eier, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist sollten nicht mehr roh sondern höchstens noch durcherhitzt verzehrt werden. Gleiches gilt für Eier mit beschädigter Schale.
G E S U N D H E I T S T I P P S |
Ob ein Ei noch frisch ist, lässt sich mit dem Aufschlagtest überprüfen. Bei frischen Eiern ist das Eidotter gewölbt und das Eiklar umschließt den Dotter mit einem Hof und hat eine zähe Konsistenz. Dagegen fließt bei älteren Eiern das Eiklar auseinander und der Eidotter ist flach und breit. Auch der Schwimmtest kann über die Frische Aufschluss geben. Ein frisches Ei sinkt in einem Gefäß mit kaltem Wasser sofort zu Boden. Ist das Ei etwa 7 Tage alt, so steigt es im Wasser leicht nach oben – mit dem stumpfen Teil zuerst. Bei einem zwei bis drei Wochen alten Ei steht der stumpfe Pol nach oben senkrecht im Wasser. Außerdem lässt sich über den Schütteltest die Frische überprüfen. Beim vorsichtigen Schütteln gibt ein frisches Ei kein Geräusch von sich.
Das Ei zählt zu den wertvollsten Lebensmitteln. Sowohl das Eiklar als auch das Eidotter verfügt über hochwertiges Eiweiß mit unentbehrliche Aminosäuren und Vitamin E, A, K, B, Folsäure und eine Reihe von Mineralstoffen und Spurenelementen mit hoher biologischer Wertigkeit.
Bärlauch-Suppe gibt neuen Schwung
Ein Rezept, das gut ins Frühjahr passt:
Bärlauch-Suppe
Zutaten:
- Eine Handvoll frischen Bärlauch
- 30 g Butter
- eine kleine Zwiebel
- 80 g Weizenvollkornmehl
- ein Liter Gemüsebrühe
- 100 Milliliter Sahne
- eine Prise Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Bärlauch sorgfältig auslesen, waschen und klein schneiden. Butter im Topf zum Schmelzen bringen, Mehl und Zwiebel darin anschwitzen. Bärlauch hinzufügen und kurz darin dünsten, danach Gemüsebrühe aufgießen. Mit einem Pürierstab gut durchrühren und aufkochen lassen. Bei ausgeschalteter Herdplatte noch etwa fünf Minuten ausquellen lassen. Kurz vor dem Servieren mit Sahne verfeinern und mit Gewürzen abschmecken.
Wegen des hohen Cholesteringehalts werden Eier häufig als „ungesund“ bezeichnet. Beim gesunden Menschen wird der Blutcholesterinspiegel durch einen Regulationsmechanismus gesteuert, so dass die Bilanz ausgeglichen ist. Falls eine Störung im Fettstoffwechsel besteht und es zu einem erhöhten Cholesterinspiegel kommt, sollte man nicht zu sorglos zugreifen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt dann pro Woche nicht mehr als Zwei bis drei Eier zu verzehren. Bei der Ernährung von Säuglingen im ersten Lebensjahr sollte auf Eiklar verzichtet werden, da es allergische Reaktionen hervorrufen kann.
In Zeiten der Überernährung wäre es sinnvoll den Frühling dazu zu nutzen, den Körper wieder zu regenerieren durch die Verwendung von frischen, grünen Kräutern.
Dann bekommt der Körper wieder Schwung und die Immunabwehr wird gestärkt. Als Beispiel für die Verwendung von frischen Frühlingskräutern wird die Bärlauch-Suppe empfohlen, die auch bei Gourmets geschätzt ist (siehe auch unser Rezept). |